Biopionier Walter Scharler und Otto Knaus

 




Kl.Zeitung: Fest in Kirchbach war ein Riesenerfolg, über 1000 Menschen feierten das Erste Biofest in Kirchbach!





Wijnmaker Otto Knaus wint Zwitserse Bio-Award 2012

Bio-wijnmaker Otto Knaus uit Sulztal heeft de Zwitserse Bio-Award 2012 gewonnen. In de finale versloeg hij Dagmar Högler uit Grafendorf bij Stainz. "Ik vond het al een grote eer dat ik bij de laatste drie zat. En dat ik nu zelfs gewonnen heb, heeft me enorm verrast", reageert Otto verheugd. De Bio-Award 2012 is donderdagavond 28 juni uitgereikt. De winnaar ontving het 'Bio Ernte Steiermark' en een labelprinter met 50.000 labels.



Via het internet zijn ongeveer 6800 stemmen uitgebracht voor de drie finalisten. Uiteindelijk heeft de winnaar slechts 0,5 procent meer stemmen gekregen dan de nummer twee Dagmar Högler. De derde plaats ging naar Thomas Lanzer-Breitfuß uit Oberaich.

Bron: Kleine Zeitung

Publicatiedatum: 20-7-2012


CITYPARK News: Die Welt des Genusses











Multikulti-Ball

Otto Knaus, der Erfinder des Multikulti-Weines, erhielt den Bio-Award 2012! Wir freuen uns mit ihm und...














Slovensko-avstrijski projekt Vino cool, von Darja Zemljic


Ein Pressegespräch mit der Krone über Biowein




Bioweingut Dorner,Muster und Knaus spenden dem Afro-Asiatischem Institut 1100€ für das Stipendienprogramm der Universität


Das Bioweingut Knaus in der Steiermark hat sich ganz auf den Genuss eingelassen.

Ein Bericht von Hannes Höller



Interview für eine Slowenische Bezirkszeitung Dezember 09


Ein Zeichen

 

Ist es etwas Auszeichnungswürdiges, wenn ein kleiner Betrieb von einer Öl- auf eine Hackschnitzelheizung umstellt oder einen Photovoltaikanlage installiert? Verdient man sich dadurch eine Ehrung vom Klimabündnis (siehe nebenstehender Bericht)? Darüber kann man diskutieren. Denn auch unzählige Privathaushalte haben in den vergangenen Jahren ihr Energiesystem auf erneuerbare Energien umgestellt. Ohne Ehrung.

 

Sie haben damit ein Zeichen gesetzt, dass ihnen Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht egal sind. Und als Zeichen muss man auch die Ehrung der Klimabündnis-Betriebe sehen: Seht her, da gibt es Unternehmen, denen ist der Klimaschutz nicht egal. Wäre schön, wenn das auch bei allen heimischen Politikern so wäre. Ganz sicher bin ich mir da aber leider nicht.

 

Sie erreichen den Autor unter

 

thomas.wieser@kleinezeitung.at

Thomas Wieser


Es lebe der Wein(-Berg)!

Von Tierparadiesen, vergrabenen Kuhhörnern und Urlaub für Pflanzen

„Das Schönste ist, dass es in unseren Weingärten nur so wurrlt“, findet Otto Knaus, Bio-Winzer aus Sulztal. „Wurrln“, das beschreibt das emsige Treiben all der Tiere, die im hohen Gewächs zwischen den Reben ein Zuhause finden. Regenwürmer, Insekten, Vögel, für die Knaus eigene Nistplätze aufstellt und auch Hasen oder Rehe fühlen sich hier mehr als wohl.

Bei konventionell wirtschaftenden Betrieben hingegen gleicht der Boden untern den Rebstöcken nicht selten einem Golfrasen. „Mit chemischen Pflanzenschutzmitteln kommt man schwer zum Ziel“, weiß Knaus. Kaum ist ein Schädling unter Kontrolle, kommt schon der nächste und verlangt nach immer stärkeren Keulen.

Knaus hat seinen Betrieb vor sieben Jahren auf Bio-Wirtschaft umgestellt. Für all seine neun Rebsorten,von Sauvignon bis zum Grauburgunder,hat er optimale Standort gewählt, um die Pflanzen natürlich zu stärken. Auf moderne Sorten verzichtet er, weil diese viel zu anfällig sind. „Gespritzt werden“ darf – wie viele verwundert - trotzdem, allerdings nur Pflanzenstärkungsmittel wie Kräuterauszüge, Mineralen oder Algenextrakt und im Notfall geringe Mengen von Schwefel oder Kupfer.

 

Lebensart Dezember 2007


Überzeugte Grenzgänger

Klapotez

Während Bio bei vielen agrarischen Produkten boomt, stehen
die biologischen Winzer noch ein wenig im öffentlichen Schatten.

 

Gerade einmal 83 Hektar umfasst die Fläche der steirischen Bioweingärten.
Das sind angesichts einer Gesamtfläche von 4000 Hektar etwas mehr als zwei Prozent. Im Vergleich dazu liegt der Anteil von biologisch bewirtschafteten
agrarischen Flächen in der Steiermark insgesamt immerhin bei elf Prozent. Doch auch das kleine Weinsegment hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt.
Das mag angesichts der schmalen Ausgangsbasis nicht viel sein, bedenkt man allerdings, dass die Umstellungsphase im Schnitt drei Jahre dauert,
so ist auch diese Zahl nicht gering zu schätzen. Zweimal Steiermark
Letzte Woche haben die Biowinzer wieder ein deutliches Lebenszeichen
von sich gegeben. Zum einen hat sich die Gruppe „biowein steiermark“ in Graz
der Presse präsentiert, zum anderen kooperiert man nun auch verstärkt mit Gleichgesinnten in Slowenien, genauer gesagt aus der slowenischen Steiermark: „eko vino štajerska“ ist daher zum einen die wörtliche Übersetzung,
zum anderen auch ein starkes Zeichen für grenzüberschreitenden Weinbau. Nicht nur dass manche wie Dieter Dorner, ORF-Urgestein und wohl auch
Frontmann der Gruppe in Sachen öffentlicher Aufmerksamkeit, ihre Weinberge auf beiden Seiten der Grenze haben, sie sehen sich auch als Grenzgänger
hin zu einer wieder naturnäheren, das heißt auch bodenständigeren
Landwirtschaft. Denn, so Otto Knaus, Sprecher der Gruppe, „im Einklang mit der
Natur geht es immer am besten“. Natürlich bedeute Bioweinbau mehr Arbeitseinsatz, vor allem auch mehr händische Tätigkeiten,
und man müsse die Trauben immer bis zur Vollreife bringen,
aber dies sei eben „die ehrlichste Form des Weinmachens“.
Die Gruppe setzt deshalb auch auf alte, ursprüngliche – insbesondere
pilzwiderstandsfähige – Sorten, Biodiversität lässt auch hier grüßen. Besonders stolz ist man, dass die Erhaltung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit ein
unbedingtes Muss in dieser Produktionsweise ist. Mit der Humusverbesserung
werde ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, aber auch Flora und Fauna reichlich erhalten. Für Herbert Kain, Obmann der Bioernte Austria- Landesgruppe Steiermark, sind diese Winzer „Künstler“, die jeweils
ihren eigenen, persönlichen Wein kreieren. Pflanzenschutz
Natürlich geht es auch im Bioweinbau nicht ohne Spritzmittel. Herbizide und die üblichen Handelsdünger sind verboten, gegen den Mehltau dürfen pro
Hektar im Jahr maximal drei Kilo Reinkupfer ausgebracht werden, wobei gerade hier der Verbrauch in den letzten Jahren stark rückläufig ist. Weiters werden
Schwefel, essigsaure Tonerde, Wasserglas, Tees und Kräuterauszüge
eingesetzt. Der Ertrag kann bis zu 4000 Liter pro Hektar betragen, im
Schnitt erreichen die Bioweinbauern rund die Hälfte des Ertrages
konventioneller Betriebe. Die schon angesprochene Pilzwiderstandsfähigkeit
wird unteranderem auch durch die Kreuzung europäischer und amerikanischer
Arten erreicht. Gentechnische Veränderungen sind selbstverständlich völlig tabu.
„Wir sind Grenzgänger, aber
wir werden uns mit der Zeit
durchsetzen“, ist Dieter Dorner
überzeugt.

 

Hans Putzer Neues Land Mai 2008


Steirischer Bio-Wein überwindet alle Grenzen

Vorstellung der Marke Biowein-Steiermark

Bio-Lebensmittel, die im Idealfall
von heimischen Bauern mittels naturnaher Anbaumethoden
erzeugt wurden, haben sich in den vergangenen Jahren im Lebensmittelhandel zu wahren
Rennern entwickelt.
Als beachtenswerter „Nachzügler“
beginnt jetzt auch Biowein die Herzen der Konsumenten zu erobern. Frühe Pioniere, wie Dieter Dorner, haben schon seit den späten siebziger Jahren den Weg gewiesen, um den natürlichen
Rebensaft wieder salonfähig
zu machen. Eine Degustation der aktuellen Produkte im Grazer Weinhaus „Der Gallier“ ließ keine
Zweifel daran, dass die neue Generation steirischer Bioweine nicht nur im besten Sinne des Wortes „naturrein“ ist, sondern auch geschmacklich ihren konventionellen
Pendants ohne Mühe das Wasser reichen kann.
Im Einklang mit der Natur. Das Credo der noch überschaubaren Schar von Biowinzern, die sich in der Gemeinschaft „biowein steiermark“
zusammengeschlossen haben,
lauten schlicht und einfach: „Im Einklang mit der Natur wirtschaften,
denn nur so werden die besten Ergebnisse erzielt“, wie Sprecher Otto Knaus aus Sulztal an der Weinstraße, der vor etwa zehn Jahren auf biologische Anbaumethoden
umgestiegen ist, hervorhebt. Die Erträge sind freilich
geringer und auch mühsame Handarbeit spielt eine größere Rolle als beim konventionellen Anbau. Außerdem ist auch ein kluges Köpfchen gefragt, denn anstelle von Chemiebomben wird den Schädlingen und Unkräutern mit ungiftigen Kräuterauszügen sowie gering konzentrierten Kupferlösungen
zu Leibe gerückt.
Mehr als 10 Hektar Rebfläche sind von einer Familie aufgrund des hohen Arbeitsaufwands ohnehin nicht zu bewirtschaften, denn die Zeitfenster für Kultivierung, Pflege
und Ernte sind eingeschränkt, erklärt Knaus: „Die Weintrauben werden nur vollreif gelesen, um einen harmonischen Wein zu erhalten. Es wird beim Gärprozess
kein Zucker zugesetzt und die Weine werden ausschließlich spontan vergoren.“ Außerdem sei es wichtig, dass „dem Wein genügend Zeit zur Reife vor der Flaschenfüllung gegeben wird“, ergänzt Biowinzer Sepp Muster aus Leutschach, der wie Dieter Dorner zu den Gründungsmitgliedern
der Gruppe „biowein steiermark“
gehört.
Tradition trifft auf Innovation. „Einklang mit der Natur“ schließt die Anwendung moderner Methoden
nicht aus, sondern „erhebt den Weinbau erst in den Rang einer
wahren Kunst“, würdigt BioErnte
Steiermark Obmann Herbert Kain den Einsatz der steirischen Weinbauern. Durch die Auspflanzung
von pilzwiderstandsfähigen Sorten (PIWIS) kann auf den Einsatz von Spritzmitteln gänzlich
verzichtet werden. Die neuen Rebsorten sind aus Kreuzungen von traditionellen Sorten mit resistenten amerikanischen Varianten
hervorgegangen. Auch auf dem Gebiet der Kellertechnik werden neue Erkenntnisse über ideale Gärzeitpunkte und Temperaturverläufe
mit Erfolg zum Einsatz
gebracht.
Die Biowein-Rebflächen machen mit rund 85 Hektar zwar nur einen
geringen Teil der steirischen Anbaugebiete aus, aber das Interesse
von Winzern, die auf den Bioweinbau umsteigen wollen, ist zurzeit deutlich im Zunehmen begriffen,
weiß Knaus zu berichten. Dabei werden Grenzen in mehr als einer Hinsicht überschritten, denn einige namhafte slowenische
Biowein-Produzenten haben sich unter dem Etikett „eko vino štajerska“ bereits mit ihren steirischen
Kollegen zusammengetan.
Josef Schiffer, Korso Juni 2008